Plugin-Rezensionen

„Plugin Show & Tell“ selbstgemacht

Welche WordPress-Plugins nutze ich regelmäßig und warum? Willkommen zu meiner kleinen Plugin-Show!

Im Januar habe ich mal wieder nicht am Berliner WP Meetup teilgenommen. Beim „Plugin Show & Tell“ haben die Teilnehmenden in einer offenen Runde ihre favorisierten beziehungsweise meist genutzten Plugins vorgestellt. Umso dankbarer war ich dafür, dass die Liste der besprochenen Plugins veröffentlicht wurde.

An vielen Stellen hätte ich noch Alternativen in die Runde werfen können – und das mache ich jetzt einfach als Blog-Post, und orientiere mich dabei an der Struktur der oben verlinkten Liste.

Editieren

Bei mir läuft mittlerweile eigentlich fast alles mit Gutenberg, aber ich hatte kürzlich den Fall, dass ein langjähriger WP-Nutzer als einer von mehreren Autor*innen auf einer von mir betreuten Website unbedingt auf den alten Editor bestand. Das auch im Meetup erwähnte Disable Gutenberg war hier sehr hilfreich, denn damit kann ich Gutenberg für ausgewählte Posts deaktiveren.

Ein weiteres Plugin spielt im Edit-Screen zumeist eine große Rolle, findet sich aber gar nicht auf der Liste: Mit Advanced Custom Fields (ACF) baue ich kleine und größere Interfaces für meine Nutzer*innen, sehr hilfreich vor allem bei Custom Post Types mit verschiedenen Inhaltsarten. Je nach Projekt macht hier vor allem die Integration von ACF mit Elementor ziemlich viel Spaß und das Leben leicht (auch wenn das Repeater Field immer noch nicht unterstützt wird).

Migrieren, umziehen und Staging

Auch beim Meetup genannt: Duplicator kommt bei mir ständig zum Einsatz. Unfassbar wertvoll.

Bildbearbeitung & Kompression

Bei mir kam bislang fast ausschließlich EWWW Image Optimizer für die Bildoptimierung zum Einsatz. Hier gefällt natürlich, dass die kostenlose Version die Zahl der optimierten Bilder nicht begrenzt (wohl aber den Komprimierungsgrad?). Ich schaue mir beim nächsten Mal das beim Meetup erwähnte Plugin Compress JPEG & PNG images mal genauer an.

Entwicklung + Administration

Das beim Meetup erwähnte Redirection ist in fast allen meinen Installationen vorhanden – bei Relaunches eh, aber auch bei neuen Websites, auf denen die Auftrageber*innen selbst Beiträge veröffentlichen und gerne mal im Nachhinein Beitragstitel und/oder Permalinks ändern. Das Plugin verfolgt Änderungen der Permalinks und erstellt automatische Weiterleitungen. Sehr hilfreich auch der 404-Log (aber den gibt es natürlich auch bei anderen Plugins).

Fast immer kommt bei mir auch ein Plugin für lokale Avatar-Bilder zum Einsatz (Schickt irgendjemand seine Auftragber*innen zu Gravatar? Dass es diese erzwungene Integration immer noch gibt, ist IMHO eine echte Frechheit.) In der Vergangenheit war das immer WP User Avatars von John James Jacoby, nur wird das offenbar leider nicht weiterentwickelt. Avatar Manager und Simple Local Avatars scheinen hier gute Alternativen zu sein.

Auf alle meine Websites kommt zudem ein E-Mail-Adressen-Verschlüsselungs-Plugin: Email Address Encoder. Das Plugin macht den Spambots das Leben schwer, in dem es E-Mail-Adressen im Quellcode versteckt, und lässt sie aber für menschliche Nutzer intakt – inklusive klickbarer mailto-Links. Magic?

In jede Installation, die ich auch nach dem Launch weiter betreue, kommt das MainWP Child Plugin. Über eine selbstgehostete MainWP-Instanz warte ich aus der Distanz alle meine Kunden-Websites und verschicke automatisiert monatliche Berichte zu Besuchsdaten, Backups, Uptime, Updates und Wordfence-Scans.

SEO

Yoast SEO kommt bei mir nicht mehr ins Haus. Ich bin hingegen ziemlich glücklicher Pro-Nutzer von SEOPress – funktionsreich, leicht zu bedienen und nicht so aufdringlich wie Yoast.

Backups

UpdraftPlus schaufelt auch bei mir automatische Backups auf Server und in Dropboxen. Praktisch hier die Anbindung zu MainWP und den dazugehörigen Reports.

Mehrsprachigkeit

Unpopular opinion: Ich nutze immer noch WPML. Die andauernde Kritik an dem Plugin hat sicherlich ihre Berechtigung und WPML macht sich allzu oft spürbar bei der Performance bemerkbar – von der wuseligen Oberfläche und dem Wirrwarr verschiedener Ergänzungs-Plugins mal abgesehen. Andererseits bin ich ein pfadabhängiger Inhaber einer Lifetime-Agency-Lizenz, und WPML hat mich bislang noch nie wirklich im Stich gelassen. 🤓

MultilingualPress schreckt mich mit seinem Multi-Site-Ansatz eher ab, ohne dass ich es je ausprobiert hätte. Und Polylang war in Ordnung, als ich es vor circa 5 Jahren das letzte Mal genutzt habe. (Wann kommt noch mal Mehrsprachigkeit in Core? 🤔)

DSGVO, Cookie-Banner & Co

In der allgemeinen DSGVO-Panik bin ich Nutzer von iubenda geworden. Dieser Dienst liefert mir – über ein zentrales Dashboard gesteuert – Datenschutzerklärungen für alle meine Websites aus. Unique Selling Point: Da die Erklärungen bei iubenda gehostet werden, ist ihre Aktualität immer gewährleistet. Und ich kann mir die Erklärungen einfach in dem Dashboard zusammenklicken – aus 700 Diensten und in acht verschiedenen Sprachen. Und per eigenem Plugin kann ich die entsprechenden Cookie-Banner einbinden. Das Ganze hat seinen Preis, aber diese „Rechtssicherheit“ ist es mir wert.


Das war’s schon mit meiner kleinen Plugin-Show! Sicherlich keine vollständige Liste aller von mir regelmäßig genutzten Plugins, aber vielleicht ist eine nützliche Anregung für die eine oder den anderen dabei. Protest, Zustimmung, Tipps? Gerne in die Kommentare!

(Die Illustration oben stammt von Ouch.pics)

0 Kommentare zu “„Plugin Show & Tell“ selbstgemacht

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.